Warum Ihre Website keine Anfragen bringt – typische Fehler und Lösungen
Warum Websites keine Anfragen generieren
Viele kleine und mittlere Unternehmen investieren Zeit und Geld in ihre Website – und stehen trotzdem vor demselben Problem: Es kommen kaum oder gar keine Anfragen.
Dabei ist die Website oft technisch sauber umgesetzt, modern gestaltet und sogar sichtbar bei Google. Der eigentliche Engpass liegt meist an anderer Stelle.
Dieser Artikel zeigt die häufigsten Ursachen, warum Websites bei KMUs keine Anfragen generieren – und hilft dabei, die eigenen Schwachstellen systematisch zu erkennen.
Das Kernproblem: Sichtbarkeit ist nicht gleich Wirkung
Eine Website kann Besucher haben und trotzdem wirkungslos bleiben.
Der Grund: Anfragen entstehen nicht durch Präsenz, sondern durch Orientierung, Vertrauen und klare nächste Schritte.
Viele Websites informieren – aber sie führen nicht. Genau hier liegt das Problem.
Ursache 1: Unklare Positionierung und Zielgruppenansprache

Eine der häufigsten Ursachen ist eine zu allgemeine Ansprache.
Typische Aussagen wie:
- „Wir bieten individuelle Lösungen“
- „Ihr zuverlässiger Partner“
- „Qualität, die überzeugt“
sagen nichts darüber:
- für wen das Angebot gedacht ist,
- welches konkrete Problem gelöst wird,
- warum genau dieses Unternehmen die richtige Wahl ist.
Für Besucher bedeutet das Unsicherheit – und Unsicherheit verhindert Anfragen.
Konsequenz:
Wenn sich ein Besucher nicht sofort angesprochen fühlt, verlässt er die Seite wieder.
Ursache 2: Die Website beantwortet nicht die richtigen Fragen

Entscheider haben beim Besuch einer Website immer dieselben Grundfragen:
- Ist das Angebot für mein Problem relevant?
- Habe ich es hier mit Profis zu tun?
- Passt das preislich und organisatorisch zu mir?
- Wie läuft eine Zusammenarbeit ab?
Viele Websites beantworten diese Fragen zu spät, unklar oder gar nicht.
Stattdessen dominieren Selbstdarstellung, Leistungslisten oder interne Begriffe.
Konsequenz:
Der Besucher findet keine Entscheidungshilfe – und entscheidet sich für jemand anderen.
Ursache 3: Fehlende oder schwache Handlungsaufforderungen (CTAs)
Selbst gute Inhalte bringen keine Anfragen, wenn nicht klar gesagt wird, was der nächste Schritt ist.
Typische Probleme:
- CTAs sind versteckt oder zu allgemein („Kontakt“)
- Es gibt zu viele gleichwertige Optionen
- Der Nutzen der Kontaktaufnahme ist nicht klar
Ein Besucher fragt sich unbewusst:
Warum sollte ich jetzt handeln – und nicht später?
Konsequenz:
Die Entscheidung wird aufgeschoben – und meist vergessen.
Ursache 4: Vertrauen wird nicht aufgebaut
Anfragen sind Vertrauensentscheidungen.
Gerade bei Dienstleistungen ist das Risiko aus Sicht des Kunden hoch.
Viele KMU-Websites verzichten jedoch auf:
- konkrete Referenzen oder Beispiele
- echte Einblicke in Arbeitsweise und Erfahrung
- nachvollziehbare Argumente, warum etwas funktioniert
Design allein ersetzt kein Vertrauen.
Konsequenz:
Besucher bleiben skeptisch – selbst wenn das Angebot passt.
Ursache 5: Struktur und Nutzerführung bremsen Entscheidungen
Unklare Seitenstrukturen, lange Textblöcke oder fehlende Hierarchie machen es Besuchern schwer, sich zu orientieren.
Häufige Probleme:
- Wichtige Informationen sind zu weit unten
- Inhalte sind nicht priorisiert
- Seiten wirken überladen oder beliebig
Konsequenz:
Der Besucher muss zu viel denken – und denkt sich lieber heraus.
Ursache 6: Traffic ohne klare Suchintention
Nicht jeder Besucher ist ein potenzieller Anfrager.
Viele Websites ziehen Traffic an, der informiert, aber nicht entscheidet.
Beispiele:
- Blogartikel ohne Bezug zu Leistungen
- Keywords mit rein informativem Charakter
- fehlende Verknüpfung zwischen Content und Angebot
Konsequenz:
Besucher lesen – und gehen wieder.
Typische Denkfehler von KMUs
In der Praxis begegnen immer wieder dieselben Annahmen:
- „Unsere Leistungen erklären sich von selbst“
- „Design ist das Wichtigste“
- „Mehr Traffic löst das Problem“
- „Die Website ist nur eine Visitenkarte“
Diese Denkweise führt dazu, dass Websites nicht als aktives Vertriebsinstrument, sondern als Pflichtprojekt betrachtet werden.
Was KMUs konkret tun können
Um die Ursachen zu erkennen und zu beheben, helfen folgende Schritte:
- Zielgruppe und Kernproblem klar definieren
Wen genau wollen wir ansprechen – und wobei helfen wir konkret? - Inhalte entlang echter Entscheidungsfragen strukturieren
Nicht: Was wollen wir sagen?
Sondern: Was will der Besucher wissen? - Klare, nutzenorientierte CTAs einsetzen
Jeder wichtige Seitenbereich braucht einen logischen nächsten Schritt. - Vertrauen sichtbar machen
Erfahrung, Beispiele und Einordnung schlagen leere Versprechen. - Content und Angebot logisch verknüpfen
Informative Inhalte müssen in Entscheidungen überleiten.
Wann externe Unterstützung sinnvoll ist
Spätestens dann, wenn:
- trotz Besucherzahlen keine Anfragen entstehen,
- intern keine klare Linie gefunden wird,
- Inhalte „irgendwie passen“, aber nicht wirken,
ist externe Unterstützung sinnvoll.
Nicht, um eine neue Website „schöner“ zu machen, sondern um Struktur, Klarheit und Conversion-Logik sauber aufzubauen.
Fazit
Websites generieren keine Anfragen, weil sie zu selten aus Sicht der Entscheider gedacht sind.
Unklare Positionierung, fehlende Führung und mangelndes Vertrauen sind die häufigsten Ursachen – nicht Technik oder Design.
- Websites generieren keine Anfragen, wenn sie keine klare Zielgruppenansprache und Positionierung haben.
- Besucher benötigen Orientierung, Vertrauen und klare nächste Schritte, um eine Anfrage zu stellen.
- Fehlende CTAs, unklare Inhalte und schlechte Nutzerführung bremsen Entscheidungen.
- Traffic ohne passende Suchintention führt selten zu Leads.
- Eine Website muss als aktives Vertriebsinstrument gedacht werden, nicht als digitale Visitenkarte.
Wer diese Zusammenhänge erkennt, kann gezielt an den richtigen Stellschrauben drehen und aus der Website ein funktionierendes Akquise-Werkzeug machen.